Montag, 6. Januar 2014

05.01.2014 - Olympique Marcquois

Marcq en Baroeul, Stade George Niquet

Olympique Marcquois - AJ Auxerre, 2:6
Frankreich, Coupe de France 32èmes de Final

Mit einem Kickoff um 12 Uhr bescherte uns der französische Fußballverband eine angenehme Chance zwei Spiele zu sehen. Da hier ein Verein aus der achten Liga auf einen aus der zweiten Liga treffen sollte, schien uns auch eine Verlängerung nahezu unmöglich. Die Gäste aus Auxerre legten auch direkt gut los und führten nach 10 Minuten bereits mit 0:3. Dann wurde den Hausherren allerdings ein Elfmeter zugesprochen und auch ein Konter kurz darauf konnte verwandelt werden und somit stand es nach 19 Minuten nur noch 2:3. Bis zum Pausenpfiff war die Partie dann ausgeglichen und der Underdog fightete und bot permanent Paroli. Nach dem Seitenwechsel wurde Auxerre wieder besser und konnte bald das 2:4 erzielen. Nun schien die Gegenwehr des Gegners fast gebrochen und Auxerre dominierte das Spiel. Kurz vor Ende erzielten die Gäste zwei weitere Tore und konnten den Platz als Sieger verlassen.
Mit etwas über 2.500 Zuschauer war das Stadion restlos ausverkauft. Die kleine überdachte Tribune war rappelvoll und um das Spielfeld standen die Zuschauer teilweise in mehreren Reihen. Insgesamt eine sehr sympatische Anlage mit fairen Preisen (0,5L Bier - 2 Euro).











04.01.2014 - FC Chambly-Thelle

Saint Leu-La-Forêt, Stade Municipal

FC Chambly-Thelle - Angers SCO, 6:7 n.E.
Frankreich, Coupe de France 32èmes de Final

Das erste Spiel des Jahres 2014 sollte mich nach Frankreich führen, wo wie jedes Jahr am ersten Januarwochenende der Pokalwettbewerb stattfindet. In der Runde der letzten 64 Mannschaften steigen die Erst- und Zweitligisten ins Geschehen ein, da in Frankreich der Pokal zunächst mit allen Mannschaften des Landes startet.
Der Viertligist aus Chambly empfing heute den Zweitligisten aus Angers. Das Spiel wurde allerdings nicht in Chambly ausgetragen, sondern in Saint Leu-La-Forêt. Wieso konnte jedoch nicht in Erfahrung gebracht werden. Auch von den zwei Klassen Unterschied war keine Spur zu sehen. Chambly war sogar die deutlich bessere Mannschaft, jedoch vor dem Tor nicht erfolgreich. Dies nutzte der Gast kurz vor dem Pausenpfiff aus und schoss den Führungstreffer wie aus dem Nichts. Die Hausherren ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und erzielten nach dem Seitenwechsel den völlig verdienten Ausgleich. Gut für Chambly, schlecht für uns, sollte der geplante Doppler bei Verlängerung doch unmöglich werden. Und natürlich kam es wie es kommen musste und keiner Mannschaft gelang es den Ball noch einmal im Tor des Gegners unterzubringen. Auch die Verlängerung konnte keinen Sieger hervorbringen und somit ging es über die volle Distanz und wir sahen das erste Elfmeterschießen des Jahres. Die schlechtere Mannschaft aus Angers setzte sich durch und erreichte somit die nächste Runde des Pokals.
Das Stadion verfügt über drei einzeln stehende Tribunen, welche allesamt überdacht sind. Die Haupttribune ist eher klein und bietet einige Sitzplatzreihen, die Gegengrade ist relativ groß und besteht ebenso wie die kleine Hintertortribune komplett aus Stehplätzen. Die vierte Seite ist nicht weiter asugebaut und es gibt dort lediglich einen Graswall.










Donnerstag, 2. Januar 2014

29.12.2013 - Racing Club Lauwe

Lauwe, Stedelijk Sportcentrum Eric Vandemoortele

RC Lauwe - SK Torhout, 4:2 n.E.
Belgien, Beker van Wast-Vlaanderen 1/4 Finale

Das letzte Spiel des Jahres führte mich noch einmal nach Belgien und zwar zum Viertelfinalspiel des Regionalpokals West Flanderns. Zu viert ging es bis Antwerpen, dort stieg der Captain ins Auto, womit das Niveau der Besatzung rasant abnahm und man gar nicht mehr die Chance hatte die Füße zu heben um den extrem tief fliegenden Wortwitzen Platz zu machen. Gelcht wurde trotzdem herzlich und ratzfatz war der Ort kurz vor der französischen Grenze erreicht. Der in der siebten Liga beheimate Racing Club aus Lauwe empfing die eine Liga höher kickenden Gäste aus Torhout. Nach mäßigem Spiel mit kaum gesehenen Torchancen endete die Partie mit 0:0. Statt Verlängerung gab es gleich Elfmeterschießen bei dem sich die Heimelf durchsetzen konnte. Gestört haben wird es die Gäste kaum, stehen doch alle acht Viertelfinalisten bereits als Teilnehmer für den belgischen Pokal im nächsten Jahr fest.
Waren zu Beginn der Partie gut 120 Zuschauer auf der Anlage, so verdoppelte sich ihre Anzahl im Laufe der Partie und fast 250 Fans freuten sich auf den Halbfinaleinzug.
Der Platz ist ganz schnuckelig. Von Seitenlinie zu Seitenlinie gibt es gut und gerne ein Gefälle von mindestens einem halben Meter und auch in sich ist der Platz definitiv nicht mit einer Wasserwage angelegt worden. Aber grad solche Besonderheiten bringen einen doch immer wieder zum Schmunzeln. Einziger Ausbau ist die Stehplatztribune, welche sich direkt ans Vereinsheim anschließt und überdacht ist. Neben ihr gibt es noch drei unüberdachte Stufen. Für die Liga also völlig in Ordnung.
Im März kommt es zum großen Derby bei WS Lauwe und der Tag ist bereits rot im Kalender angestrichen. Was sind schon die Derbies in Belgrad oder Zürich wenn in Lauwe das einzig wahre Derby stattfindet.













26.12.2013 - RSC Anderlecht

Brüssel, Stade Constant Vanden Stock

RSC Anderlecht - SV Zulte-Waregem, 1:0
Belgien, Jupiler League

Dachten wir zunächst noch das 90 Minuten von Leuven bis nach Anderlecht reichen, so wurden wir schnell eines besseren belehrt. Stau auf dem Ring und eine absolut katastrophale Verkehrssituation im zwei Kilometer Radius um das Stadion verdarben uns den Kickoff live mitzuerleben. Glücklicherweise war Yike schon vor Ort und hatte sich netterweise um Karten gekümmert. 37 Euro für einen Platz in der letzten Reihe des Oberrangs auf Höhe der Eckfahne durfte wir latzen. Originalpreis für die Karte zwar, aber in keinem Verhältnis zu dem was auf dem Platz geboten wurde. Zwar empfing der dritte der Tabelle den vierten, aber vom Niveau her hätten wir auch in der Bezirksliga sein können. Ziemlich unverdient gelang Anderlecht im zweiten Durchgang der Führungstreffer woraufhin beide Teams das Fußballspielen nahezu einstellten. Der Ball wurde nur noch planlos hin und her geschoben und bei schienen den Abpfiff herbei zu sehnen.
Dem Spiel passten sich auch die Fans an. Vom vollen Gästeblock kam nichts und die drei Stimmungskerne von Anderlecht sangen auch eher emotionslos vor sich hin und zumeinst noch gegeneinander. In den Momenten, wo man zufällig das gleiche sang wurde es auch promt laut, geschah jedoch kaum.
Einziges Highlight war das das Stadion, was architektonisch ganz nett war. Die Infrastruktur ist jedoch eine Katastrophe und selbst 15 Minuten nach Abpfiff kommt man kaum raus, das nur ein schmales Tor die Besucher wieder in die Freiheit entlässt.











26.12.2013 - Oud-Heverlee Leuven

Leuven, Stadion 'Den Dreef'

Oud-Heverlee Leuven - Cercle Brugge KSV, 3:0
Belgien, Jupiler League

Fast schon traditionell ging es am zweiten Weihnachtsfeiertag nach Belgien. Auf dem Plan standen die Spiele in Leuven und Anderlecht und mit Zelle und Fabian waren auch schnell Mitfahrer gefunden. Pünktlich wurde das Stadion in Leuven erreicht und selbstverständlich noch die Frituur mit unserer Anwesenheit beehrt.
Dann sollte auch schon der Ball rollen und die im Tabellenkeller stehenden Kicker aus Leuven empfingen die Mittelfeldmannschaft aus Brugge. Von der Tabellensituation war jedoch über die gesamte Spielzeit nichts zu erkennen, die Heimelf spielte die Gäste gnadenlos an die Wand und muss sich lediglich fragen, warum nur mit 3:0 gewonnen wurde.
Am Stadion konnte man erkennen, dass Leuven erst vor wenigen Jahren im Profifussball angekommen ist. Die beiden Hintertorseiten bestanden aus einem eher provisorischem Gerüst und die Haupttribune sah fast komplett neu aus. Insgesamt machte das Stadion aber einen sympathischen Eindruck, aber dieses Gefühl hab ich in Belgien eh bei fast allen besuchten Plätzen.
Stimmung gab es kaum. Auf Heimseite mühten sich um die 50 Personen ab, konnten aber nicht wirklich laut werden, im Gästeblock waren circa 25 Fans bemüht ihre Mannschaft akkustisch zu unterstützen, konnten sich aber ebenfalls kaum Gehör verschaffen.